Was Yoga mit mir macht

Der Effekt von Yoga bei mir ist der Wahnsinn. So ein Wahnsinn, dass ich es oft selbst nicht glauben kann. Wie oft gehe ich in die Klasse : müde, gestresst, viel um die Ohren, Gedanken am rattern. Was dann in den nächsten 90min geschieht, gleicht einer wahren Metarmorphose. Die zweifelnde Raupe verwandelt sich in einen leuchtenden Schmetterling, der auf einer Wolke der Glückseligkeit schwebt. Klingt komisch, ist aber so.


Mein Weg zum Yoga hat nicht von heut auf morgen stattgefunden. Ich habe mir schon vor 10 Jahren gedacht, dass Yoga bestimmt toll ist. Mir ein Buch mit DVD gekauft und nach einer Woche wieder aufgegeben. Es hat mir einfach gar nichts gegeben. Danach folgten immer wieder Versuche, in denen ich in verschiedenen Städten alle möglichen Studios getestet habe und auch Yoga Kurse im Fitnessstudio besucht habe. Aber ich bin einfach nie dran geblieben. Es war immer ein „ok“ Gefühl, aber der wirkliche Funke ist nicht übergesprungen. Das hat sich erst geändert, als ich mein Studio, meinen bevorzugten Yoga Stil und auch den/die Lehrer /in gefunden habe, der zu mir passt. Mein erste Stunde dort war, als ob ich zum ersten Mal richtig geatmet hätte und ich habe verstanden und gespürt, dass Yoga so viel mehr ist als Bewegung. Ich bin davor von der sportlichen Seite an die Sache rangeganen und vielleicht war dies das Problem. Denn was ich wirkich brauchte, war kein weiterer Sport, sondern Ruhe. Ruhe, Ankommen und Loslassen.

Heute ist Yoga für mich ein Stück meines Alltags, nein, sogar ein Stück von mir geworden. Die Matte ist der Ort, an dem ich spüren, an dem ich bei mir ankomme, an dem ich Gedanken in Bewegung bringe und dadurch loslasse. Der Ort, an dem mein Geist wieder Verbindung zu meinem Körper und meiner Seele aufnimmt. Und andersum. Je nachdem, was gerade nicht in Balance ist.
Wenn ich einen schlechten Tag habe, mich nicht gut fühle, dann kann man mir noch so oft sagen:“Es ist nur ein Tag. Das geht vorüber. Akzeptiere es einfach. Denk nicht drüber nach.“ Das höre ich alles und weiß es auch alles. Es ist auch alles wahr. Aber ich muss es fühlen, um es annehmen und loslassen zu können. Und ich fühle es meistens beim Yoga. Insbesondere Yin Yoga ist für mich eine Art Therapie geworden. In wie vielen Stunden habe ich schon auf der Matte geheult. Geheult und losgelassen. Geheult und angenommen. Geheult und mich gut gefühlt.
Genauso liebe ich inzwischen anspruchsvolle, dynamische Klassen, die mich herausfordern, die mich fordern und in den Zustand „stillness in motion“ bringen.

In diesem Sinne geht’s jetzt für mich auf zum Yoga.

Happy Sunday ihr Lieben!

Verfasst von

Hallo, ich bin Denise – Zertifizierte Ayurveda Gesundheitsberaterin, Öljunkie & Foodlover. Ich berate Dich gerne in alle Fragen für ein ganzheitliches Wohlbefinden. Dabei ist es mir wichtig für Jede(n) einen individuellen Gesundheitsplan zu entwickeln, der in Dein Leben passt und mit dem Du Dich wohlfühlst.

4 Kommentare zu „Was Yoga mit mir macht

  1. Wie toll! Mir geht es in etwas genauso wie Dir damals mit Yoga. Ich finds ganz nett und mir tuts auch ganz gut, aber das wars auch. Letztens habe ich einen Artikel gelesen, in dem es um die verschiedensten Arten von Yoga geht und da ist mir erstmal klar geworden, dass ich vielleicht die ganze Zeit eine Art von Yoga praktizieren wollte, die gar nicht so richtig zu mir gepasst hat. Ich bin mal gespannt, wohin mich meine Reise noch leitet. Danke für den tollen Post! x

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  2. Hey 🙂 ich habe wie du ein bisschen gebraucht, um mit Yoga warmzuwerden. Jetzt finde ich an Yoga auch so toll, dass es einfach jeden Tag gut tut, egal ob man Entspannung oder Anstrengung braucht. Besonders an Tagen, an denen man sowieso viel Zeit in seinem Kopf verbringt, ist es ein super Ausgleich.
    Liebe Grüße, Helen

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