Wie lasse ich los?

Loslassen.

Loslassen ist ein großes Thema in der spirituellen Selbstliebe / Yoga Welt.
Wenn wir nur loslassen, was uns nicht gut tut, dann geht es uns viel besser, wir sind frei von negativen Emotionen und können uns auf das Positive konzentrieren. Also einfach nur loslassen und die Welt ist wieder in Ordnung.

Doch wie lasse ich überhaupt los?
Lange Zeit habe ich gedacht, dass es einfach nur reicht, wenn ich diese Situation oder diesen Menschen aus meinem Leben streiche. Klar, noch darüber nachdenke, was mir diese Situation zeigen und lehren wollte und dann weiterziehen. Kann ja nicht so schwer sein.
Ist es aber, wenn man es so angeht. Denn es gibt einen riesen Unterschied zwischen Loslassen und Loswerden. Leider tappen wir fast alle bei dem Versuch des Loslassen oft in die Falle des Loswerden. Und die bringt nur temporär was.


Aber was ist denn genau der Unterschied?
Wenn wir wirklich loslassen, dann bedeutet es, dass wir die Situation vollständig akzeptieren und uns dann davon lösen können – und auch dann erst in der Lage sind wirklich damit abzuschließen und weiterzuziehen. Dinge, die uns belasten, zurücklassen und mehr im Jetzt leben. Das Alte loslassen, nicht an die Zukunft denken und auch dadurch die Angst und Sorgen vor der Zukunft und die damit oft verbundenen negativen Gefühle loslassen.

Im Loswerden steckt immer Kampf. Wir möchten diese negativen Dinge / Gedanken einfach nicht mehr haben und sie wegschmeißen wie Müll. Oft beschäftigen wir uns dann automatisch so sehr mit diesem Loswerden, dass wir viel mehr Aufmerksamkeit darein stecken und viel zu viel Energie darin verschwendet wird. Die Energie fließt immer dahin, wo die Aufmerksamkeit hinfließt. Und das, wohin unsere Aufmerksamkeit fließt, wird mehr und nimmt dann doch wieder einen größeren Teil in unserem Leben ein. So passiert es dann automatisch, dass im Prozess des Loswerden, diese eine Sache sehr viel Aufmerksamkeit bekommt. Genau das Gegenteil von dem was wir wollten und schwupps, befinden wir uns wieder ein einem Kampf (mit uns selbst).

Und kämpfen ist anstregend. Das hat sicher jeder schon mal erfahren müssen. Das Gegenteil von Kämpfen, ist anzunehmen. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass anzunehmen und zu akzeptieren nur dann wirklich funktioniert, wenn wir uns auf unsere Gefühle einlassen und sie ausleben. Auch wenn sie manchmal schmerzhaft sein mögen. Denn nur durch das Ausleben von unseren Gefühlen, werden wir uns dieser viel bewusster. Das Unterdrücken von Gefühlen hingegen führt nur zu einem Stau an zu viel Gefühlen und Energie. Dieser Stau wird auch irgendwann platzen. Ich bin ja eh immer Fan, alles zu fühlen und rauszulassen. Das ist nicht immer einfach, aber es hilft ungemein dabei, sich zu lösen und schlussendlich auch zu akzeptieren und loszulassen.

Dann kommt der Moment, in dem ich erkenne, dass ich losgelassen habe. Wirklich, richtig losgelassen.
Akzeptiert.
Angekommen.
Und wisst ihr was? Es tut gar nicht weh. Es fühlt sich gut an. Festhalten, versuchen loszuwerden, Hoffnung haben. All das hat viel mehr weh getan.
Loslassen fühlt sich gut und befreiend an. Irgendwie ganz natürlich.
Trotz allem, musste ich diesen langen Prozess durchlaufen, um zu wissen, wie sich loslassen wirklich anfühlt und was es vom loswerden unterscheidet.

Verfasst von

Hallo, ich bin Denise – Zertifizierte Ayurveda Gesundheitsberaterin, Öljunkie & Foodlover. Ich berate Dich gerne in alle Fragen für ein ganzheitliches Wohlbefinden. Dabei ist es mir wichtig für Jede(n) einen individuellen Gesundheitsplan zu entwickeln, der in Dein Leben passt und mit dem Du Dich wohlfühlst.

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